Zwischen „Kaufen"-Klick und ausgeführtem Geschäft liegt eine kleine Maschinerie: das Orderbuch. Wer es versteht, weiß, warum es zwei Preise gibt, was der Spread kostet und warum große Orders teurer werden. Hier sezieren wir den Vorgang.
Jedes handelbare Instrument hat ein Orderbuch: eine Liste aller Kaufaufträge (Bids) und aller Verkaufaufträge (Asks). Die Bids stehen unter dem aktuellen Kurs, die Asks darüber. Dazwischen klafft eine kleine Lücke — der Spread. Genau hier entscheidet sich jeder Trade.
Es gibt nie „einen" Preis — es gibt einen zum Kaufen und einen zum Verkaufen. Wie weit sie auseinanderliegen, hängt von der Liquidität ab: Je mehr Marktteilnehmer, desto enger der Spread. Drehen Sie am Regler und beobachten Sie das Orderbuch.
Kaufen Sie zum Ask und verkaufen sofort wieder zum Bid, sind Sie um den Spread ärmer — ohne dass sich der Kurs bewegt hat. Bei liquiden Werten (großen Aktien, EUR/USD) sind das Cents. Bei exotischen Werten kann der Spread mehrere Prozent betragen.
Sie haben die Wahl, wie Ihre Order ausgeführt werden soll. Die beiden wichtigsten Typen sind die Markt- und die Limit-Order. Sie tauschen Sicherheit gegen Geschwindigkeit — und umgekehrt.
Eine Marktorder kauft erst zum besten Ask — ist der aufgebraucht, geht es zum nächsten, höheren. Je größer Ihre Order, desto tiefer fressen Sie sich ins Buch, desto schlechter Ihr Durchschnittspreis. Diese Abweichung heißt Slippage. Stellen Sie die Ordergröße ein und kaufen Sie.
<b>Faustregel:</b> Kleine Orders in liquiden Märkten = vernachlässigbare Slippage. Große Orders oder dünne Märkte = spürbarer Aufschlag. Limit-Orders schützen davor — auf Kosten der Ausführungssicherheit.
Drei Dinge bestimmen, was Sie ein Trade an reinen Handelskosten kostet — noch bevor sich der Kurs bewegt.
Sie kaufen zum Ask, verkaufen zum Bid. Die Differenz — der Spread — ist Ihre Eintrittsgebühr.
Marktorder = sofort, Preis ungewiss. Limitorder = Preis sicher, Ausführung ungewiss.
Große Marktorders laufen durch mehrere Preisstufen — Slippage verschlechtert den Schnitt.