Die Trading-Fibel03
Lektion 03 Erste Schritte Interaktiv
№ 03 — DE
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Lektion 03 · Erste Schritte

Wie ein Trade funktioniert.

Zwischen „Kaufen"-Klick und ausgeführtem Geschäft liegt eine kleine Maschinerie: das Orderbuch. Wer es versteht, weiß, warum es zwei Preise gibt, was der Spread kostet und warum große Orders teurer werden. Hier sezieren wir den Vorgang.

Lesedauer9 Min.
NiveauGrundlagen
Interaktiv3 Module
Abb. 1 · Das Orderbuch — Käufer unten, Verkäufer oben
Bid · Ask
00Das Orderbuch

Zwei Listen, ein Treffpunkt.

Jedes handelbare Instrument hat ein Orderbuch: eine Liste aller Kaufaufträge (Bids) und aller Verkaufaufträge (Asks). Die Bids stehen unter dem aktuellen Kurs, die Asks darüber. Dazwischen klafft eine kleine Lücke — der Spread. Genau hier entscheidet sich jeder Trade.

Bid & Ask
Geldkurs (Bid) — der höchste Preis, den ein Käufer gerade zu zahlen bereit ist. Zu diesem Preis können Sie verkaufen.
Briefkurs (Ask) — der niedrigste Preis, zu dem ein Verkäufer gerade abgeben will. Zu diesem Preis können Sie kaufen.
Spread — die Differenz dazwischen. Sie ist Ihre erste, unsichtbare Handelsgebühr.
01Geld, Brief & Spread

Warum es zwei Preise gibt.

Es gibt nie „einen" Preis — es gibt einen zum Kaufen und einen zum Verkaufen. Wie weit sie auseinanderliegen, hängt von der Liquidität ab: Je mehr Marktteilnehmer, desto enger der Spread. Drehen Sie am Regler und beobachten Sie das Orderbuch.

Live-Orderbuch

Interaktiv · Liquidität
Liquidität — wie viele Teilnehmer hoch

Der Spread ist ein Preis

Kaufen Sie zum Ask und verkaufen sofort wieder zum Bid, sind Sie um den Spread ärmer — ohne dass sich der Kurs bewegt hat. Bei liquiden Werten (großen Aktien, EUR/USD) sind das Cents. Bei exotischen Werten kann der Spread mehrere Prozent betragen.

Spread
in Prozent
Bei hoher Liquidität ist der Spread winzig — Sie kommen fast verlustfrei rein und raus.
02Order-Arten

Sofort oder zum Wunschpreis.

Sie haben die Wahl, wie Ihre Order ausgeführt werden soll. Die beiden wichtigsten Typen sind die Markt- und die Limit-Order. Sie tauschen Sicherheit gegen Geschwindigkeit — und umgekehrt.

Sofort, zum besten verfügbaren Preis

Marktorder

Wird garantiert ausgeführt — sofort.
Der genaue Preis ist nicht garantiert (siehe Slippage).
Gut, wenn Sie unbedingt jetzt rein- oder rauswollen.
Nur zum festgelegten Preis oder besser

Limitorder

Der Preis ist garantiert — nie schlechter als Ihr Limit.
Wird vielleicht nie ausgeführt, wenn der Kurs nicht hinkommt.
Gut, wenn Ihnen der Preis wichtiger ist als die Eile.
03Slippage

Warum große Orders teurer werden.

Eine Marktorder kauft erst zum besten Ask — ist der aufgebraucht, geht es zum nächsten, höheren. Je größer Ihre Order, desto tiefer fressen Sie sich ins Buch, desto schlechter Ihr Durchschnittspreis. Diese Abweichung heißt Slippage. Stellen Sie die Ordergröße ein und kaufen Sie.

Marktkauf gegen das Buch

Interaktiv · Ordergröße
Ordergröße (Stück) 120

Ausführung

bereit
Bester Ask
Ø Kaufpreis
Slippage
Wählen Sie eine Ordergröße und führen Sie den Marktkauf aus. Die verbrauchten Preisstufen werden im Buch markiert.

<b>Faustregel:</b> Kleine Orders in liquiden Märkten = vernachlässigbare Slippage. Große Orders oder dünne Märkte = spürbarer Aufschlag. Limit-Orders schützen davor — auf Kosten der Ausführungs­sicherheit.

04Mitnehmen

Der Weg einer Order.

Drei Dinge bestimmen, was Sie ein Trade an reinen Handelskosten kostet — noch bevor sich der Kurs bewegt.

01
Es gibt zwei Preise

Sie kaufen zum Ask, verkaufen zum Bid. Die Differenz — der Spread — ist Ihre Eintrittsgebühr.

02
Order-Art ist eine Wahl

Marktorder = sofort, Preis ungewiss. Limitorder = Preis sicher, Ausführung ungewiss.

03
Größe kostet

Große Marktorders laufen durch mehrere Preisstufen — Slippage verschlechtert den Schnitt.

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Long & Short